Hering Schuppener gründet Task Force für Krisenkommunikation bei Cyber-Angriffen

Düsseldorf/Berlin, 12.12.2017 – Etwa 80 bis 90 Millionen Cyber-Attacken erfolgen weltweit jedes Jahr. Geschätzter Schaden pro Jahr: Allein in Deutschland 50 Milliarden Euro. Wenn sich Angreifer Zugang zu sensiblen Daten verschaffen oder die Systeme eines Unternehmens lahmlegen, sind in der ersten Verteidigungslinie das Können und die Erfahrung der IT-Security gefragt. In derselben Sekunde haben derartige Angriffe rechtliche Implikationen – sei es in Form von gesetzlichen Meldepflichten (die sich in der EU ab 2018 deutlich verschärfen), Haftungsfragen oder auch strafrechtlichen Folgen.

„Neben IT- und Rechtsrisiken bergen Cyber-Angriffe aber auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für ein Gut, mit dem wir uns bei Hering Schuppener besonders gut auskennen: die Reputation eines Unternehmens“, sagt Dirk von Manikowsky, Partner im Düsseldorfer Sondersituationen-Team der Kommunikationsberatung. „Wie auch bei traditionellen Krisenthemen, zum Beispiel bei Restrukturierungen, gerichtlichen Auseinandersetzungen oder in Produkthaftungsfällen, kommt auch bei kritischen Cyber-Vorfällen der richtigen Kommunikation eine immer stärkere Bedeutung zu. Und damit wächst auch der Beratungsbedarf.“

Die Kompetenzen für dieses Beratungsfeld hat Hering Schuppener nun in einer interdisziplinären Task Force gebündelt. „Je nach Art des Vorfalls bringen wir so das Know-how aus der klassischen Krisenkommunikation, mit spezifischer Branchenerfahrung aus dem IT-Bereich und den Kenntnissen unseres Digital-Teams an den Tisch. Internationalität ist dabei eine Voraussetzung, da Cyber-Angriffe fast immer einen internationalen Hintergrund haben“, erklärt von Manikowsky. „Dieses Modell hat sich im vergangenen Jahr bereits mehrfach bewährt, wie jüngst bei einem Hersteller von Sicherheitslösungen für den Finanzsektor, der sich selbst mit einem Hack konfrontiert sah. Während sich unser Kunde vollständig auf die Analyse und Lösung des Problems konzentrierte, haben wir uns auf die notwendigen Kommunikationsentscheidungen fokussiert und damit einen entscheidenden Beitrag geleistet, Schaden von Nutzern und dem Unternehmen selbst abzuwenden.“

Die Zunahme der Schreckensmeldungen von Angriffen aus dem Cyberspace führt laut Raphael Neuner, Managing Director im Berliner Digital-Team von Hering Schuppener, auch zu einer steigenden Sensibilität bei Unternehmensverantwortlichen. „Die Erkenntnis, dass es keine absolute Sicherheit im digitalen Raum gibt, ist mittlerweile allgemein verstanden. Umso mehr kommt es deshalb auf den kommunikativen Umgang mit echten oder vermeintlichen Sicherheitsvorfällen an. Stakeholder müssen sehen: Das Unternehmen kümmert sich, teilt Informationen so transparent wie möglich und mobilisiert alle notwendigen Ressourcen, um betroffenen Kunden und Geschäftspartnern bestmöglich zu helfen“, so Neuner. „Das ist durchaus eine Herausforderung. Registriert ein Unternehmen erste Hinweise auf einen Angriff, dann ist in vielen Fällen zunächst nicht bekannt, was für eine Dimension dieser Angriff hat, ob dabei tatsächlich Daten entwendet wurden und erst recht nicht, wer dahinter steckt. Genau auf diese Fragen verlangt die Öffentlichkeit jedoch Antworten, und zwar möglichst schnell.“

„Trifft der Ernstfall ein Unternehmen völlig unvorbereitet, kann die Kommunikation meist nur Schadensbegrenzung betreiben“, sagt Dirk von Manikowsky. „Wir empfehlen deshalb, dass sich nicht nur die IT-Abteilung, sondern auch die Unternehmenskommunikation systematisch für Cyber-Vorfälle rüstet. Das sollte integriert vonstattengehen und auch die juristische Dimension sollte von vornherein mitgedacht werden.“ Zu diesem Zweck kooperiert Hering Schuppener bei Cyber-Angriffen mit der renommierten Kanzlei Allen & Overy. Gemeinsam bieten wir Kommunikations- und Rechtsberatung aus einer Hand und entwickeln im Vorfeld und im Ernstfall interdisziplinäre Krisenstrategien und juristisch abgesicherte Kommunikationsmaterialien für unsere Klienten.

„Unser Anspruch ist es, dabei zu helfen, dass ein Unternehmen zusätzlich zu den geklauten Daten nicht auch noch seinen guten Ruf verliert. Der Schutz der Reputation im Falle von Cyber-Angriffen ist ein wachsendes Beratungsfeld für uns, das wir Schritt für Schritt und in Kooperation mit unseren internationalen Partnern weiter ausbauen werden.“, sagt von Manikowsky.

Kontakt

Dirk von Manikowsky
Hering Schuppener Consulting
T: +49 (0) 211 430 79 265
M:+49 (0) 171 120 12 16
E: dvonmanikowsky@heringschuppener.com

Über Hering Schuppener

Hering Schuppener Consulting ist eine der führenden strategischen Kommunikationsberatungen in Kontinentaleuropa und der klare Marktführer in Deutschland, mit Büros in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt sowie in Brüssel. Hering Schuppener hat sich auf strategische Kommunikationslösungen für Unternehmen insbesondere in erfolgskritischen Situationen spezialisiert. Dazu zählen M&A-Transaktionen, Börsengänge, Restrukturierungsprozesse sowie Veränderungs- und Krisensituationen. Das Unternehmen betreut seine Kunden darüber hinaus auch auf kontinuierlicher Basis bei der Stärkung der Reputation und Führung der Marke, beim Management und Controlling internationaler Kommunikationsaktivitäten, in Fragen des Corporate Campaignings, im Bereich Corporate Affairs, CEO-Positionierung, digitale Kommunikation und Transformation sowie bei der langfristigen Presse- und Investor Relations-Arbeit.

Hering Schuppener Consulting, Finsbury und The Glover Park Group (GPG) haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Mit insgesamt 15 Büros und mehr als 500 Beratern bilden die Unternehmen eine der wenigen globalen Plattformen für integrierte strategische Kommunikationsberatung, die ihren Kunden hochwertige Beratung und Umsetzungskompetenz über alle Regionen und Disziplinen hinweg bietet. In den vergangenen zehn Jahren haben die Firmen bei annähernd 1.500 Transaktionen mit einem Gesamtwert von mehr als 2 Billionen US-Dollar beraten.

Mehr Informationen unter: www.heringschuppener.com | www.finsbury.com | www.gpg.com